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NEU

DER BAU DER WÖRTER
von Tim Zulauf
/ KMUProduktionen


Installative Dramatisierung eines leerstehenden Bürokomplexes in Zürich-Seebach

Eine sechsköpfige Kommission erforscht Stadtrandzonen.
In transdisziplinärer Zusammensetzung geht sie den Auswirkungen aktiver Business-Ansiedlung nach und schlägt Alternativ-Szenarien der Quartierentwicklung vor. Nach Monaten der Vorbereitung zieht die Gruppe ins Zentrum ihrer Forschungsinteressen, in einen immensen, umzunutzenden Bürobau.
Mitarbeiterin Michèle Bernstein arbeitet dort bereits seit längerem. Sie glaubt, einem seltsamen Geräuschphänomen auf der Spur zu sein.
Bei ihrer Ankunft trifft die Kommission statt auf Bernstein aber nur auf einen Stapel Taschenbücher, die deren Tagebuch enthalten.
Was wie ein Scherz beginnt, eskaliert schauerlich.
Bis die Kommission wortwörtlich ihrer eigenen Sprache begegnet ...
DER BAU DER WÖRTER, das neue Stück von Tim Zulauf / KMUProduktionen, handelt von Planungsrhetorik und den in ihr verborgenen Wünschen.
Auf der Genre-Folie von Grusel- und Schauerromanen verschmilzt in einem weitläufigen Bürokomplex in Zürich-Seebach das architektonische Unbewusste mit der Sprache der Randstadt.

Text, Regie, Raum: Tim Zulauf
Schauspiel: Ariane Andereggen, Philippe Graber, Christoph Rath, Ursula Reiter, Cathrin Störmer
Dramaturgie: Andreas Storm
Sound: Bernd Schurer
Grafik: Anna Frei
Produktionsleitung: Lukas Piccolin
In Koproduktion mit Les Complices* / edition fink
Projektverantwortung Love, Peace & Happiness: Iris Vollenweider, Fischer Liegenschaften Management
Projekte von KMUProduktionen: www.zulauf.it


Shuttlebus
Ab Les Complices*, Anwandstr. 9, 8004 Zürich

Abfahrtszeiten
So 29.8. / 5.9.: 17.00, 18.00, 19.00 Uhr
Mi 1.9. / Do 2.9. / Fr 3.9. / Mi 8.9. / Do 9.9. / Fr 10.9.: 19.00, 20.00, 21.00 Uhr

Tickets: 35 CHF, reduziert 25 CHF; beschränkte Platzzahl!
Abendkasse oder Reservation unter: info@lescomplices.ch


Gefördert durch: Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Migros-Kulturprozent, Familien-Vontobel-Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Schweizerische Interpretenstiftung





My self as Popfeminist-Artist
Woman is an Art-Show 2010

Kunst-Kredit Basel-Stadt 2010
Performance-Wettbewerb SICHT AUF´s ORIGINAL
Museum für Gegenwartskunst, Basel 6.Oktober

LifeLive
L’arc Romainmôtier 11. – 13. Juni 2010
Littérature et atelier de réflexion contemporaine

„ Livelife“ – so lautet der Titel einer Tagung über die Humanities als Life Sciences, die das L’arc in Zusammenarbeit mit Yvette Sanchez und Ottmar Ette durchführen wird. Zwischen den Vorträgen über Lebenswissen werden Life Performances stattfinden. Bei diesem Anlass soll geisteswissenschaftliches 'Lebenswissen' mit den naturwissenschaftlichen Life Sciences in Dialog treten. Das hatten Ette/Sanchez bereits an einer früheren Tagung unter der Bezeichnung „Nanophilologie“ praktiziert, wo sie lit
erarische Kürzestformen untersuchten - Mikrotextualität als spezifische Verdichtungsform - und diese in Verbindung brachten mit naturwissenschaftlichen Verfahren und Formprägungen, z.B. mit Fraktalen.

In der Absicht, die Biowissenschaften und Literatur- und kulturwissenschaftliches Lebenswissen im Rahmen dieser Tagung zusammen zu führen, werden Kollegen aus den Geistes- und Kulturwissenschaften und Live-Performance-Künstler angefragt und disziplinär gemischte Paarungen geformt.

TeilnehmerInnen:
Ariane Andereggen, Wolfgang Asholt, Daniel Bisig, Marcel Halbeisen, Irène Hediger, Corinne Hodel, Silvia Isenschmid, Joachim Paech, Stefan Rieger, Hartmann Römer, Julia Schoch, Alex Silber, Pablo Ventura

Leiterin L´Arc: Veronika Sellier
www.l-arc.ch



LANGSTRASSE VERLÄNGERN!
ETH / Architekturforum Zürich 2010
Brauerstrasse 16

In den Schaufenstern spiegeln sich die Flagship Stores. Modische Menschen aus Zürich oder sonst wo treffen sich in Trend-Lokalen. Und hoch über der Strasse erfreuen sich sanierte Altbauwohnungen
höchster Mietpreise. Ein Hauch von Cappuccino liegt in der Luft und aus den Radios erklingen vertraute Lieder aus den Charts. So könnte es dereinst im Langstrassenquartier sein: lauschig wie im Seefeld, exquisit wie am Zürichberg oder Mainstream wie im Niederdorf.
So weit so schick. Die ersten Anzeichen dieser Entwicklung sind unübersehbar. Aber was haben wir eigentlich davon, wenn das Lang-strassenquartier so wird, wie der Rest der Stadt? Und wo könnten wir dann all das finden, was das Langstrassenquartier einzigartig macht? Die Alteingesessenen, die Migranten, die Prostituierten, die Hipster und Landeier, die Clubs und Varietés, die Bars und bunten Läden, die engen Strassen und kleinen Hinterhöfe, und all das Heimliche das Unheimliche und das Unangepasste? Soll doch der Rest der Stadt so werden, wie das Langstrassenquartier! Ein bisschen bunter,
ein bisschen offener, ein bisschen bescheidener. Wie das geht, zeigen:


http://www.urbanresearch.ethz.ch

VIDEOEX Festival Zürich 2010
Myself as Popfeminist – Artist
4. Living in Females Drifts (Sucked out Of Noah’s Ark)

Description: Mit der Setzung «Myself as Popfeminist-Artist» verschafft sich Andereggen eine Künstlerinnen-Identität, die sie zunächst positioniert und in der Reflexion gleichzeitig kritisiert. «Living in female Drifts (Sucked out Of Noah’s Ark)» ist die vierte innerhalb einer sechsteiligen Serie, in welcher sie mit unterschiedlichen Zitatformen und heutigen popfeministischen Klischees jongliert, um aufzudecken, was den Frauen nach wie vor als befreiende Herausforderung verkauft wird. «Living in Female Drifts (Sucked out Of Noah’s Ark)» widmet sich den Themen Abtreibung und Fake-Folklore. Eine Frau sucht am menschenleeren Strand nach ihrem Körper, setzt sich einem grossen Stein gegenüber oder sitzt im Plastikstuhl und schaut den Wellen zu. Diesen Videobildern ist im Off eine Textcollage aus Phrasen, Wörtern und Zitaten aus unterschiedlichen Medien unterlegt, die – in gekonnt Andereggen’scher Manier – mit popfeministischen Klischees, wie etwa dauerfrechen Sprüchen, Selbstbestimmtheit und unbedingter Unterhaltsamkeit, durchwoben sind. (Evtixia Bibassis)

1.Preis Schweizer Wettbewerb
Year: 2009
Format MiniDV
Length: 18:43 min
Land: CH