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Let´s Pretend
To Be Human
Marcel Schwald
/ Theater-Performance


Mit immer stärkeren medialen Mitteln wird das Helfen unterhaltsam, ästhetisch und rentabel gemacht. Dabei operieren die Kampagnen von Hilfsorganisationen mit Bildern und Musik, die es mit Hollywood aufnehmen können. Die Benefizmaschinerie hat ihren festen Platz in unserer Freizeit und unserem Konsumverhalten eingenommen und behauptet ihn mit wachsendem Umsatz. Sie schafft Existenzgrundlagen für Helfer und Hilfsbedürftige zugleich; der erzielte ethische Mehrwert ist konkurrenzfähig und wirtschaftlich.
«Let’s pretend to be human» nimmt sich dem Gefühlsvakuum an, das die Spendenkultur möglicherweise beim Einzelnen hinterlässt: ein Gefühl der Ohnmacht, des Nichts-tun-könnens. Das Stück verweist auf Mechanismen und Gründe, die Hilfsimpulsen zugrunde liegen. Durch ein Nachspielen medial vermittelter Bilder agiert es einen Traum von Menschlichkeit aus, der wirtschaftlich erfolgreich ‚Ethik’ repräsentiert. Dabei verweist es immer wieder auf die körperliche Präsenz des Zuschauers.

Mit und von: Susanne Abelein, Ariane Andereggen, Adrian Gillot
Regie: Marcel Schwald
Bühne: Manuel Gerst
Licht / Musik: Matthias Mepplink
Dramaturgie / Produktion: Boris Brüderlin
Koproduktion: Kaserne Basel

Premiere: 15.Januar 2011 20h Kaserne Basel
Weitere Vorstellungen:
28.9 / 29.9 / 30.9.2011 / Südpol Luzern
11.11 / 12.11 / 13.11.2011 / Rote Fabrik Zürich

SEE MORE


FUTURE:
KMU Produktionen / Regie: Tim Zulauf Herbst 2011
Théatre En Flammes / Kirschgarten / A. Tschechow / Regie: Denis Maillefer / Genf / Lausanne 2012
Paraform / Regie: Marcel Schwald / Basel, Kaserne 2012
mercimax / Regie: Karin Arnold / (Dramaturgie) Rote Fabrik 2011

The Authentic Uniform Of True Blue
Jeans-Kunst

Story-Board / Video 2011 ZIP / Roxy Basel

Myself as Protest-Artist

Zeichnerische Empörung über Arbeitsbedingungen in Xiantang (City Of Jeans), blau gefärbte Ratten, globale Arbeitsmigranten und zensurierte Flussläufe auf Google.

Die Frage dabei ist, soll man jetzt politische Kunst machen oder soll man Kunst politisch machen und was genau ist der Unterschied? Das Videomaterial besteht aus mühsam geklauten Jeans-Bearbeitungsmethoden-YouToubefilmchen, die eher unfreiwillig dafür eindrücklich die beschissenen Arbeitsplätze dokumentieren.
Die separate Tonspur klingt laut, fortschrittlich und falsch. Der Ausstellungsraum wird nicht als White Cube benutzt, sondern als Statement. Es kann nicht sein das Menschen für solche Jobs auch noch dankbar sein müssen!

Credits:
Info
http://www.nachhaltigkeit.org/201012226361/materialien-produkte/beitrage/aus-fuer-killer-jeans
http://www.cleanclothes.org
http://bagsful.blogspot.com/2010/09/say-no-to-uzbek-cotton.html



Fair Trade
http://fairwear.org
http://www.ecotextile.com
http://www.artgerechtes.de
http://shopfair.blogspot

Das schmutzige Geheimnis hinter Jeans und BH:
http://www.greenpeace.org/eastasia

Die lange Reise einer Jeans / ONline Akademie (PDF)
Indigo-Färbung Forschung an der ETH Zürich:
mm01-indigo.pdf

 

 

 


1.PSYCHO-POP Subjection
Kunst-Kredit Basel-Stadt 2010

Ankauf Video


Myself as Popfeminist – Artist
1. PSYCHO-POP Subjection 2010 / New Version!
2. Discursive Limits
of Free-Jazz ROCKMONSTER
2010 / New Version!

Der Videofilm „1. PSYCHO-POP Subjection“ kreist um hedonistische Pop-Konzepte, die eher über eine Emotionslosigkeit als darstellerische Norm und Distanz funktionieren. Zum Beispiel bewusst unterartikulierte Körpergesten oder überartikulierter Sprech-Gesang. Der Künstlerin gelingt es jedoch nicht, ihre Gefühle hinter ihrem Kostüm zu verstecken und sie scheitert gekonntl an ihrer eigenen Uncoolness.

Es handelt sich keineswegs um ein Selbstporträt, sondern um eine kritische Inszenierung des Blickes des Betrachters. Dieser Blick wird angezogen von seiner eigenen, vielleicht klischierten Schau-Lust. Der Observateur entdeckt den erregenden Mangel an Authentizität.

Treten Sie also ein! Ins Hinterzimmer, in dem jede/r heimlich
an seiner/ihren eindeutigen sexuellen Identität oder den anderen 2 Möglichkeiten mehr oder weniger ausgelassen herumbastelt!

I rehearse this like crazy! But the object wasn´t going on for ever.
The object was to make a statement and it´s done!

Produktion: © Second Art World / Ariane Andereggen 2010
Dauer: 13:41 Min. Loop
miniDV stereoton, colour
engl.franz.dt.
Antikonzept, Kamera, Schnitt, Performance, Musik und Make-Up: Ariane Andereggen

Credits:
Frederico Franchi "Cream" , Friedrich Nietzsche, Herr Sloterdijk, Nini Raviolette "Suis-je normale", Demo-Version "Yahama" 231 u.v.m.
Christoph Merian Stiftung IAAB
Fondrie Darling, Montréal
Conseil des Arts er des Lettres Québec
Pallazzo Liestal / Regionale / Patricia Meyer


FUTURE:
ROXY / Myself as Protest-Artist / The Authentic Uniform Of True Blue, Aug 2011, Basel
IAAB Projektraum Dreispitz Basel / "Going Places"
/ Austellung und Performance Mai / Juni 2011, Basel
Les Complices / Chambres d´Echo / Illustration, Zürich
www.lescomplices.ch