SIMONE
BOCCANEGRA
Giuseppe
Verdi (1813-1901)
Oper in einem Vorspiel und drei Aufzügen
Staatstheater Braunschweig 2009
Musikalische Leitung Alexander Joel
Inszenierung
und Bühne Michael
Simon
Regieassistenz Rebekka Stanzel
Inspizienz Katharina Kühnel
Kostüme Zana Bosnjak
Video Ariane Andereggen
Chöre Georg Menskes / Johanna Motter
Dramaturgie Jens Neundorff von Enzberg
Gesang
George Stevens / Selcuk Hakan Tirasoglu / Henryk Böhm / Malte Roesner / Dae-Bum
Lee / Liana Aleksanyan / Arthur Shen / Jae-Min Ahn / Anderas Sebastian
Mulik / Sarah Ferede / Julia Halfar / Chor und Extrachor des Staatstheaters
Braunschweig / Staatsorchester Braunschweig
Inhalt
In »Simone
Boccanegra« hält eine einzige Frau eine ganze
Schar von Männern in Atem, dennoch verliert sie am Ende einen der liebsten
Menschen: Ihren Vater.
Der Aufbau des Librettos ist vielschichtig, dennoch hat »Simone Boccanegra« eine
klare, zusammenhängende Geschichte. Politische Verwicklungen und Intrigen
sind verquickt mit einem Drama persönlicher Tragik: Simone, der Korsar,
nimmt die von den Plebejern manipulierte Wahl zum Dogen von Genua nur an,
um seine Beziehung zu der Patriziertochter Maria zu legalisieren. Im Moment
seiner Wahl erfährt er von deren Tod. Beider gemeinsames Kind, Amelia,
ist verschollen. Marias Vater, Jacopo Fiesco, schwört Simone ewige Rache.
Nach 25 Jahren Amtszeit kommt es zu einer Begegnung von Simone mit einer
Unbekannten, an deren Ende sich Vater und Tochter erkennen. Amelia liebt
einen jungen Patrizier, Gabriele Adorno, der sie auch liebt, doch dieser
ist der Feind des Dogen. Boccanegras politisches und privates Bemühen
ist auf Aussöhnung orientiert, ständig brodelt es in Genua zwischen
den verschiedenen sozialen Schichten. Am Ende wird Simone nicht Opfer seiner
potenziellen Feinde - sein engster Vertrauter verrät und tötet
ihn.
Die Entstehungsgeschichte von »Simone Boccanegra« umspannt einen
Zeitraum von fast 25 Jahren und wird dadurch wie kaum eine zweite Verdi-Oper
zum Spiegel dessen künstlerischer Entwicklung.
"...Das erste düstere Bild aus Videos nächtlicher
Autofahrt, der bedrohten Marie im Schattenspiel, in Lichtkegeln auftauchende
Sänger, aufeinanderzurasende Züge und Film-Szenen aus Parlament und Volksaufstand
lud die krude Handlung mit Geschichte auf, schuf Geheimnis und Aura....Ein
paar Buhs musste Simon auch einstecken am Ende, doch mehrheitlich wurde er
in den
Jubel
einbezogen...ein
grosser Opernabend
den man nicht versäumen sollte!" Andreas
Berger, Braunschweiger Zeitung




