
Marcel Schwald / Paraform
Eine Exkursion ins Abenteuer Menschlichkeit
Das Thema Helfen ist ein Evergreen in den Medien. Mit immer stärkeren Mitteln wird es unterhaltsam, ästhetisch und rentabel gemacht. Die Hilfsindustrie holt uns mit Plakaten auf der Strasse ab und begleitet uns beim Shopping. Die Benefizmaschinerie hat ihren festen Platz in unserer Freizeit und unserem Konsumverhalten und behauptet ihn mit wachsendem Umsatz. Sie schafft Existenzgrundlagen für Helfer und Hilfsbedürftige zugleich, während wir von zu Hause aus per Mausclick am «Abenteuer Menschlichkeit» teilhaben – geruchsfrei und safe.
In «Let’s Pretend To Be Human» nehmen sich drei DarstellerInnen dem Gefühlsvakuum an, das die Spendenkultur beim Einzelnen hinterlässt: Gefühle der Ohnmacht, des Nichts-tun-könnens. «Wie sieht Helfen konkret aus?» fragen sie und stürzen sich Hals über Kopf in ein Training für den Ernstfall. Sie entdecken Mechanismen, die Hilfsimpulsen zugrunde liegen. Sie spielen medial vermittelte Bilder nach, im Streben nach einer körperlichen Erfahrung. Sie tauchen in einen Traum von Menschlichkeit ein, der wirtschaftlich erfolgreich «Ethik» repräsentiert.
Regisseur Marcel Schwald verwendet Praktiken des Theaters, der Performance, des Journalismus und der Soziologie und untersucht Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von Kommunikation.
Von und mit Performance I Schauspiel I Susanne Abelein, Ariane Andereggen und Adrian Gillott | Regie Marcel Schwald Dramaturgie Boris Brüderlin | Bühne Manuel Gerst | Musik/Licht Matthias Meppelink Regieassistenz Geraldine Hofmann I Dank an Armin Burandun
Eine Koproduktion mit der Kaserne Basel.
Unterstützt von: Fachausschuss für Theater & Tanz beider Basel, Migros-Kulturprozent, Ernst Göhner Stiftung, GGG, Jubiläumsstiftung der Basellandschaftlichen Kantonalbank, Stiftung Edith Maryon, Futurum Stiftung, Fonds Werkraum Warteck, Pro Helvetia
Prémiere 15. Februar Kaserne Basel
Weiterer Vorstellungen:
28.September 2011 / 29.9 / 30.9 /
Südpol Luzern
11.November 2011 / 12.11 / 13.11 / Rote Fabrik Zürich
ZUR HINTERBÜHNE
"What is the dirtiest thing you can think of?"
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