Format: 1Videoprojektor,
1Jean-Jaques, 1 Wohnzimmer für 2 Riesen
Texte: schweizer Sagen aus verschiedenen Regionen
"Rund 200 Sagen gelesen.
Davon 40 ausgewählt. Solche die sich gut vorlesen lassen. Die einzelnen
Sagen sind sehr unterschiedlicher Natur; Fersenfresser, Katzenzauber,
feurige Pudel, brennende Männer im Werkzeugkasten, Alpenbutze und Dialenfräulein,
Toggel und Pferde ohne Köpfe, Totenprozessionen und Kuhmagengeister. Dadurch
entsteht eine "wilde Ästhetik".
Der Hintergrund der Sagen ist eher eine materielle Not und bedrohliche Lebensumstände
in den Alpen und nicht ein psychologischer Romantizismus verklärter Bergbewohner.
Es ist interessant mit dieser Grausamkeit umzugehen und ihr Videobilder einer
heutigen Schweiz entgegenzustellen. Dies verbindet sich auf eine angenehm anti-narrative
Weise und bringt neue Zusamenhänge hervor. Das Ganze ist sogesehen auch
kein Produkt, sondern ein eigenwilliges Experiment mit altem, traditionellem
Stoff. Vielleicht kann dieser Vorgang auch als Metapher gelesen werden,dafür
was in den letzten hundert Jahren in den Alpentäler geschehen ist..."
Dank: David Rastaton,
Beat Frei
weitere Uraufführungen:
Transeuropa-Festival Stadttheater Hildesheim 2003
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